BMA Outdoor Kitchen | Beef Jerky - Trockenfleisch selbst gemacht

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Auf Trekkingtouren ist es nicht immer einfach, auf eine ausgewogene und nahrhafte Verpflegung zu achten. In der BMA Outdoor Kitchen haben wir bereits ein paar leckere Gerichte für unterwegs vorgestellt. Bei unseren Touren zählt Beef Jerky zu den beliebtesten Lebensmitteln. Hierbei handelt es sich um getrocknetes Rindfleisch. Vielen ist es sicherlich eher als Dörrfleisch bekannt. Das in der Regel sehr stark gewürzte Fleisch liefert unterwegs genau die richtigen Inhaltsstoffe, die der Körper braucht. Nebenbei schmeckt es auch sehr lecker. Industriell zubereitete Beef Jerky Produkte sind auf Grund der Herstellung und Zutaten meist sehr teuer. Wer oft unterwegs ist und das leckere Trockenfleisch gerne dabei hat, muss schon sehr tief in die Tasche greifen.
Wir bereiten unser Beef Jerky aus verschiedenen Gründen am liebsten selbst zu. Wie das geht erklären wir in diesem Beitrag.

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Wie wird Beef Jerky zubereitet?


Prinzipiell wird bei der Zubereitung von Beef Jerky lediglich Rindfleisch in Streifen geschnitten, gewürzt und anschließend getrocknet.
Wie genau die Zubereitung von statten geht erklären wir auch in diesem Video.



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Zubereitung


Im ersten Schritt wird die Marinade zubereitet. Alle Zutaten werden in einem Becher gemischt und mit dem Pürierstab oder Mixer zerkleinert. Das Fleisch wird in dünne Scheiben geschnitten. Wir nehmen bereits geschnittenes Rouladenfleisch. Alles überschüssige Fett, sowie Sehnen müssen gründlich entfernt werden, damit das Beef Jerky später länger haltbar ist. Aus den Scheiben werden dünne Streifen geschnitten. Die Streifen werden in einem Gefrierbeutel mit der Marinade vermengt. Anschließend wird alles gut vermengt und die Marinade ins Fleisch einmassiert. Die Marinade sollte über Nacht (mind. 12 Stunden) im Kühlschrank ins Fleisch einziehen. Am nächsten Tag wird die überschüssige Marinade vom Fleisch abgetupft. Umso weniger Marinade am Fleisch verbleibt, umso schneller trocknen die Fleischstücke. Anschließend werden die Fleischstreifen auf die Böden des Dörrgerätes verteilt. Nicht zu eng legen, damit die Luft zirkulieren kann.
Das Dörrgerät wird für ca. 1 Stunde auf 60°C betrieben, danach kann die Temperatur auf 50°C reduziert werden.
Nach ca. 8-9 Stunden ist das Beef Jerky fertig. Von einem Kilo Rindfleisch bleiben uns nach dem Dörren noch 400g Beef Jerky.
Idealerweise wird es in kleinen Portionen vakuumiert. Ein Gefrierbeutel dem durch zusammendrücken die Luft entzogen wird ist auch praktikabel. Das Beef Jerky sollte vor dem Verzehr rund 2 Wochen ruhen. Die Restfeuchte im Fleisch kann sich in dieser Zeit optimal auf alle Fleischstücke verteilen.

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Welche Marinade wird für Beef Jerky verwendet?


Die Auswahl bei fertigen Beef Jerky Produkten ist eher überschaubar. Wer Beef Jerky selbst zubereitet kann natürlich auch entscheiden, wie das Trockenfleisch schmecken soll. Grundsätzlich sind der Phantasie und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt. Die Marinade sollte auf jeden Fall schön salzig sein (so hält sich das Beef Jerky im Anschluss länger). Wir haben uns für eine recht gängige Marinade entschieden.

Zutaten für die Marinade:

Sojasoße: 100ml
Worcestershiresauce: 80ml
Senf: 1TL
Honig: 1EL
Knoblauch: 4 Zehen
Zwiebel: 1St.
Ingwer: 10g
Salz: 2TL
Ketchup/BBQ Soße: 2EL
Pfeffer: 1TL
Chili gemahlen: 1/2TL

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Welches Fleisch wird für Beef Jerky verwendet?


Was das Fleisch angeht sollte natürlich ebenfalls auf den persönlichen Geschmack geachtet werden. Prinzipiell eignen sich alle mageren Fleischstücke zur Herstellung von Beef Jerky. Wir verwenden in der Regel magere Stücke aus der Oberschale.

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Was kostet Beef Jerky?


Ganz pauschal lässt sich der Preis von Beef Jerky natürlich nicht vergleichen. Letztendlich kommt es immer auf die Qualität der verwendeten Produkte an. Hierzulande zählt das Beef Jerky von Jack Link’s zu den beliebtesten Produkten. Im Schnitt kosten 100g, je nach Händler zwischen 5€ und 7€.

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Was kostet selbst zubereitetes Beef Jerky?


In erster Linie kostet die eigene Zubereitung von Beef Jerky natürlich Zeit. Dennoch lässt sich auch am Preis einiges sparen. Noch wichtiger ist natürlich die Tatsache, dass man bei der eigenen Herstellung von Beef Jerky einen Einfluss darauf hat, welche Zutaten verwendet werden. Somit lässt sich sowohl die Qualität, als auch der Geschmack beliebig optimieren.

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Beispielrechnung:


1kg Rindfleisch aus der Oberschale kostet im Angebot an der Fleischtheke ca. 8€. Wird es direkt beim Metzger des Vertrauens gekauft, liegt der Preis höher (ca. 13€-16€), jedoch kann die Qualität auch besser sein.
Sojasoße nach japanischer Tradition wird gebraut, was sie zu einer Zutat macht, die nicht mal eben gerade in der heimischen Küche nachgekocht werden kann. Auch hier zählt, wie beim Fleisch, dass eine höhere Qualität auch teurer ist. Wir haben uns für die traditionelle Sojasoße von Daisko entschieden. 100ml schlagen mit ca. 50 Cent zu Buche.
Bei der Worcestershiresauce haben wir ein Produkt von Heinz gewählt. Für 100ml müssen wir hier rund 1,30€ bezahlen.
Die restlichen Zutaten haben wir fast immer zu Hause. Da hier die Preise eher niedrig sind fassen wir den Rest mit 2€ zusammen.
Für Strom berechnen wir pauschal ebenfalls 2€. Da lediglich der Lüfter durchweg läuft und sich die Heizspirale des Dörrgeräts immer nur in regelmäßigen Abständen anschaltet erscheint uns dieser Wert sehr realistisch. Die Kosten beim Backofen liegen sicherlich höher.

Rechnung:
1KG Fleisch 9€ + Marinade 4€ + Strom 2€ = 15€
Nach dem Dörren bleibt in unserem Fall rund 40% des ursprünglichen Gewichts übrig.
Macht am Ende einen Preis von ca. 3,75€ pro 100g Beef Jerky.


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